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Referenzen
Abschlussarbeiten
Master of Arts – Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
„Historisches Wappen der Stadt Ludwigsfelde – Die monumentale Plastik von 1987 auf dem Weg ins Museum: Konzept der Erhaltung und Planung der konservatorischen Maßnahme“
Bachelor of Arts – Fachhochschule Potsdam
„Auf Biegen und Brechen – Wie weit darf der Standorterhalt von Zinkgüssen des 19. Jahrhunderts gehen? Am Beispiel der Drake-Vase in Bad Pyrmont“
Presselinks
Historische Kupferoberflächen
Die Restaurierung und Konservierung historischer Kupferoberflächen erfordert ein besonderes Verständnis für materialtypische Alterungsprozesse. Die im Laufe der Zeit entstandene Patina ist nicht nur ein ästhetisches Merkmal, sondern auch ein wichtiger Bestandteil der Objektgeschichte und kann eine schützende Funktion übernehmen.
Eine zentrale Herausforderung besteht darin, zwischen schädigenden Korrosionsformen und erhaltenswerter Patina zu unterscheiden. Ziel restauratorischer Maßnahmen ist es, die Stabilität der Oberfläche zu sichern, unerwünschte Veränderungen zu verlangsamen und das historisch gewachsene Erscheinungsbild zu bewahren, ohne die charakteristischen Farbtöne und Strukturen der Patina zu verfälschen.









Galvanoplastik
Galvanoplastiken stellen aufgrund ihres material- und konstruktionstechnischen Aufbaus besondere Anforderungen an die Restaurierung und Konservierung. Die meist dünnwandigen metallischen Kupferhüllen sind häufig auf innere Stützgerüste angewiesen, die im Laufe der Zeit korrodieren und dadurch die Stabilität des gesamten Objekts gefährden können. Dies bleibt oft lange unbemerkt und äußert sich erst durch Verformungen, Risse oder Spannungen an der Oberfläche.
Ein zentraler restauratorischer Ansatz liegt in einer sorgfältigen Konservieurng oder dem Austausch und der passgenauen Anfertigung eines Edelstahl-Stützgerüstes. Ziel ist ein möglichst minimalinvasiver Eingriff, der die originale Substanz und das äußere Erscheinungsbild bewahrt, zugleich aber eine langfristige statische Sicherung gewährleistet. Durch gezielte Stabilisierung, konservatorische Behandlung der korrosionsanfälligen Materialien und angepasste Schutzmaßnahmen kann die Langlebigkeit der Galvanoplastik erhöht werden, ohne ihre fragile Materialität und historische Authentizität zu beeinträchtigen.
Bronze
Bei Bronzeobjekten stehen vergleichbare, jedoch materialspezifische Fragestellungen im Vordergrund. Unterschiedliche Legierungszusammensetzungen, Umweltbedingungen und frühere Eingriffe beeinflussen die Korrosionsprozesse und die Ausbildung der Patina. Insbesondere aktive Korrosionsphänomene stellen eine Gefahr für den Substanzerhalt dar und erfordern sorgfältig abgestimmte konservatorische Maßnahmen.
Die Herausforderung liegt darin, schädliche Prozesse zu stoppen, ohne die historisch gewachsene Oberfläche zu beeinträchtigen, und das Spannungsfeld zwischen Substanzerhalt, Lesbarkeit und ästhetischer Wirkung verantwortungsvoll auszubalancieren.















Gusseisen - Schmiedeeisen
Historische Objekte aus Gusseisen sind häufig durch komplexe, mehrschichtige Beschichtungssysteme geprägt, die im Laufe der Zeit wiederholt überarbeitet wurden. Die hohe Härte und gleichzeitig spröde Materialeigenschaft von Gusseisen machen diese Objekte besonders anfällig für mechanische Schäden.
Zur Untersuchung der Schichtaufbauten kommen unter anderem Querschliffanalysen zum Einsatz, die Rückschlüsse auf historische Farbgebungen und ggf. eine zeitliche Einordnung ermöglichen.
Der Umgang mit diesen Ergebnissen erfordert eine denkmalpflegerische Abwägung. Im Fokus steht nicht immer die vollständige Rückführung auf einen vermeintlichen Originalzustand, sondern der Erhalt des gewachsenen Erscheinungsbildes einer gealterten Oberfläche, verbunden mit Maßnahmen zur Stabilisierung, Sicherung der Bruchstellen und Wiederherstellung der Schutzfunktion der Beschichtungen.

